Tresnekke tøffer ut fra Båthavna i Drøbak

Der Hafen von Drøbak an einem warmen Sommertag (Foto: Tom-Erik Mjøen). Aber auch der Weihnachtsmann können Sie in Drøbak treffen …

Sonnenuntergang im inneren Oslofjord bei Drøbak.

Winterstimmung bei Drøbak mit dem treibenden Eis im Oslofjord im Winter 2011.

Der Hauptplatz in Drøbak am 17. Mai, der norwegische Nationalfeiertag.

Eine kleine Auswahl von historischen Motiven aus dem vielfältigen Fotoarchiv des Schutzvereins Altes Drøbak.

Das Städtchen wo die Sonne
nie untergeht

Wir stellen unsere kleine Stadt mit einem Lächeln vor, indem Drøbak für seine fabelhafte Sonnenuntergänge bekannt ist. Hier können Sie am blauen Oslofjord in einem Boot sitzen oder auf der Terrasse eines angenehmen Restaurants ein gutes Essen genießen, Ihr Glas anheben und dem bunten Himmel und der Sonne zustoßen, wie sie hinter bewaldeten Hügeln im Westen untergeht. Weiße Segel vom südlichen Wind aufgeblasen und der Geruch der salzigen Meeresluft sind dabei diese ganz besondere Stimmung zu schaffen, die man an einem schönen Sommerabend in Drøbak erleben kan. Vielleicht gleitet auch ein Holzboot langsam auf dem Fjord vorbei mit seinem frischen Fang von noch zappelnden Makrelen.

Auch im Winter bietet Drøbak viele Erlebnise an: Die frostige Nebelschleiern und das treibende Eis im Fjord, die umrahmende schneebedeckte Landschaft, Fracht- und Passagierschiffe die vorbeisegeln mit angezündeten Laternen, die Spiegelungen der Leuchttürme und das Flutlicht der Oscarsborg-Festung in der dunklen Winternacht. Ja, Sie befinden sich jetzt in der Heimat des Weihnachtsmannes, sein Geist schwebt über die Stadt, den Wald und den Fjord. Wir gönnen uns ein bischen Nostalgie, Humor und Märchen.

Kurzgefaßte Geschichte der Stadt

Drøbak wuchs durch den Aufschwung der Segelschifffart im 18. und 19. Jahrhundert auf. Hier lasteten die großen Schiffe riesige Eisblöcke und Baumstämme auf zum Export, und zurück kamen sie mit Lebensmitteln, Handwerk- und Industrieprodukten. Im Jahr 1814 wurde Drøbak zur Zollstelle, und am 20. August 1842 wurde sie als erste Ziedlung der Provinz Akershus den Stadt-Status gewährt. Das Städtchen zählte damals ungefähr 1000 Einwohner.

Der Name Drøbak kommt eigentlich von der geografischen Lage des Ortes: die Landschaft steigt steil vom Fjord ins Lande herein, wahrscheinlich ist der Name Drøbak eine Verkürzung von «Drøye bakker» -steile Anhöhen.

Die kleine Ansamlung von Holzhäusern wuchs von Jahr zu Jahr, und heute können wir uns darüber freuen daß manche urtümliche Holzhäuser aus dem 18. Jahrhundert immernoch guterhalten sind. Die Innerstadt ist heutzutage eine Schutzzone mit strengen architektonischen Vorschriften zur Erhaltung der charakteristischen Siedlung. Fischer, Seeleute, Handwerker und Kaufleute bauten damals ihre Häuser nach den zeitgenössischen Möglichkeiten und wirtschaftlichen Bedingungen. Die kleine Holzhäuser am Fischerstrand (Fiskerstranda), wo einst arme Leute untergebracht waren, sind jetzt begehrte Schätze geworden. Die Geschichte Drøbaks ist in mancher Hinsicht ein Kleinbild der norwegischen Geschichte; der heutige Wohlstand muß im Hintergrund der vergangenen Armut und Schufterei betrachtet werden.

Im Jahr 1962 wurde die Gemeinde von Drøbak mit der landwirtschaftlichen Nachbargemeinde von Frogn zusammengeschlossen. Drøbak ist heute das Hauptort der Frogn Gemeinde mit ungefähr 15 000 Einwohner. Heute finden Sie eine große Auswahl an Restaurants, Geschäfte, öffentliche Anstalten und kleine Unternehmen in Drøbak. Viele von ihnen sind in den klassischen hölzernen Gebäuden untergebracht über welche wir so stolz sind.

Der Schutzverein Altes Drøbak ist heute ein starker Befürworter der Konservierung und

Aufrechterhaltung der alten Häuser und der Umwelt der Stadt. Auf www.verneforeningen.no können Sie eine historische Tour durch Drøbak unternehmen und Fotos von einst und jetzt sich anschauen. Sie können zwischen Englisch, Norwegisch, Deutsch und Italienisch wählen.

Drøbak als Kurort und Künstlerstadt

Die Hauptstadt Norwegens hatte durch das ganze 19. Jahrhundert einen kräftigen Aufschwung. Viele Stadtbewohner wollten im Sommer aus der Stadt heraus um das Meer und die landliche Luft zu genießen. Vollbeladene Dampfer mit wohlhabenden Gästen aus Christiania (erst 1925 wurde die Haupstadt wieder Oslo benannt) konnten bei Drøbak anlegen. Hotels, Ferienwohnungen und Geschäfte erlebten einen neuen Aufstieg im Sommer. Dieser Kontakt mit dem Meer gab Anlaß zur Neuentwiklung, diesmal mit den Stränden und dem Leben im Freien als Aktivum. Drøbak wurde zum Badeort mit einem Kurbad und einem «Badepark» ganz in der Nähe des Zentrums. Und Drøbak ist immernoch ein beliebter Badeort mit Stränden, Felsen und Taucheneinrichtungen, alle mit freiem Zugang.

Freude beim baden Anfang des 20. Jahrhunderts in Drøbak. Der Künstler Christian Krohg war einer der “Drøbak-Maler”. Hier arbeitend an einer maritimen Szene zusammen mit seinem Sohn und Gehilfe Per.

Für viele bekannte norwegische Künstler und Schriftsteller diente Drøbak als Inspirationsquelle und wurde zu ihrem Wohnsitz. Hierher kamen der Nobelpreisträger Knut Hamsun, der Dichter Herman Wildenvey, Kunstmaler wie Kristian Krogh, die Gebrüder Bergslien, Hans Fredrik Gude und Edvard Diriks –der Vetter von Edvard Munch. In unserer Zeit ist vielleicht der Künstler Ferdinand Finne am besten bekannt. Sein Spruch «Der Weg wird erschaffen während du gehst» kriegt seine volle Anwendung wenn Sie einen kleinen Spaziergang in Drøbak unternehmen.

Das beleuchtede Denkmal von Oscarsborg. Auch an Land befinden sich alte Befestigungen, hier eine Kanonwache von 1909.

Die Stadt der Festung

Oscarsborg bietet den Jugendlichen Erlebnise,Wissen und lebendige Geschichte an. Die Marina heißt Bootsfahrer in der Sommersaison willkommen, auch zur Übernachtung. Foto: Kjetil Sørby / Forsvarsbygg.

Der Kreuzer “Blücher” wird am 9. april 1940 von den Kanonen der Oscarsborg-Festung getroffen. Gemälde von Reidar Finsrud.

Die Geschichte von Drøbak ist untrennbar mit derjenigen der Festung von Oscarsborg. An der engsten Stelle des Oslofjordes, wurde bereits 1643-1645 eine Festung angelagt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie im großen Maßstab ausgebaut. Als Norwegen im Jahr 1905 aus der Union mit Schweden austrat, war Oscarsborg vermutlich die stärkste militäre Einrichtung im Lande. Die Tatsache, daß große Teile der Festung von schwedischen Maurern gebaut wurde, ist ein unterhaltsamer Gedankengang.

Aber für Norwegen wurde die Festung erst 1940 bedeutungsvoll. Als Hitler-Deutschland Norwegen ohne Kriegserklärung am 9. April 1940 überfiel, gelang es einer improvisierten und schlecht ausgebildete Besatzung den deutschen Kreuzer “Blücher” mit alten Kanonen und Torpedos zu

versenken. Die Eindringlinge kriegten ihre eigene Medizin zu spüren. Die Kanonen, Aron und Josva getauft, waren nämlich von der Firma Krupp hergestelt. Sie wurden auf Befehl des Obersts Birger Eriksen abgefeuert. Er wurde erst nach dem Krieg für seine Heldentat geehrt.

Die Deutschen hatten ihre Schlüsselpersonen und ihre wichtigsten Ressourcen an Bord gesammelt. Als der Kreuzer unterging und mit sich fast 900 Männer in die Tiefe brachte, wurde die Eroberung der Hauptstadt verspätet. Das norwegische Königshaus, die Regierung, das Parlament und die Goldreserven der Nationalbank konnten rechtzeitig aus Oslo evakuiert werden. Damit war auch der Grundstein für den späteren norwegischen Kriegseinsatz aus London gerettet.

Der Kreuzer liegt immernoch bei 90m Tiefe im Oslofjord nordöstlich der kleinen Inseln von Askholmen und dient als Kriegsgrab. Das Schiff war eine tickende Umwelt-Bombe bis es 1994-1995 von seinem Brennstoff entleert wurde. Die Anker der Blücher sind gehobt worden und der eine liegt nun als Denkmal im Badepark von Drøbak bei der Statue des Obersts Birger Eriksen.

Die Festung von Oscarsborg hat heutzutage keine militärische Bedeutung mehr, aber immernoch einen militärischen Befehlshaber. Sie verfügt über ein riesiges Verteidigungsmuseum und die Führungen auf dem Gelände sind ein spannendes Erlebnis. In der alten Kommandantur wird ein neues Informationszentrum entwickelt, Forsvaret Hus. Hier werden verschiedene Seiten der modernen norwegischen Verteidigung präsentiert. Eine alte Tradition, der Oscarsborg Staffellauf, wird in diesem Jahr wieder aufgenommen. Der Start findet am 1. Mai 2012 statt und wird in den kommenden Jahren am 1. Mai gehalten. Ein wichtiges und großartiges Ereignis für die ganze Region rund um den Oslofjord.

Hotels, restaurants und Yachthafen helfen auch dazu aus der Festungsinsel etwas ganz spezielles zu machen. Hier können Sie als Gast mit Ihrem eigenen Boot anlegen, sich in den Cafés und Restaurants vergnügen. Der Hof der Festung dient im Sommer zu kulturellen Veranstaltungen und Opernvorstellungen. Eine regelmäßige Fähre verbindet Drøbak mit Oscarsborg.

Das Aquarium in Drøbak zeigt uns das Meeresleben des Fjordes nebenan. Die Kindern werden besonders vom Berührungsbehälter und den lebenden Meerestieren begeistert.

Das Drøbak Aquarium,
ein Zentrum für Meeresbiologie

Das Aquarium wurde von Freiwilligen aus dem Drøbak Bootverein gebaut und enthält eine Vielzahl von Fischen, Krebstieren und Meerestieren aus der Meeresenge von Drøbak. Hier versucht man die Umvelt des Meeres und des Fjordes wieder herzustellen. Das Aquarium ist derzeit die am meisten besuchte Sehenswürdigkeit in der Provinz Akershus. Viele Schulen organisieren Klassenfahrten hierher und Kinder und Erwachsene können eine naturtreue Übermitlung der Umwelt erleben. Heute wird das Aquarium in Partnerschaft mit der Station für Meeresbiologie getrieben, eine Abteilung der Osloer Universität.

Eine große Auswahl an Geschäften und Nachtleben erwartet Sie in Drøbak.

Nachtleben, Abenteuer, Shopping, Unterkunft und Service

Es gibt in Drøbak viele Stellen zum ausgehen und viele drollige Geschäfte zum erforschen, die meisten im Zentrum oder nur ein kurzer Spaziergang davon entfernt. Hier können Sie wählen ob Sie in einem Schnellimbiß eine Pizza, einen Kebab oder asiatische Gerichte verzehren möchten, oder eher in einem restaurant ein traditionelles norwegisches Essen oder sogar ein Gourmet-Essen genießen möchten. Vielleicht nur ein kühles Bier oder ein Glas Wein? Hier fehlt es an Möglichkeiten nicht.

• Übernachten: Wünschen Sie in Drøbak zu übernachten, wenden Sie sich an das traditionelle Reenskaug Hotel. Aber Sie können auch in der märchenhaften Umgebung der Festungsinsel das Oscarsborg Hotel & SPA buchen.

• Galerien: Drøbak ist für seine vielen Galerien der bildenden Kunst und des Kunstbewerbes bekannt. Und im Weihnachtshaus wird Weinachten das ganze Jahr gefeiert. Das Haus der Pressezeichnern bietet Gesellschaftssatiren unserer besten Karikaturisten an. Hier gibt es vieles zum lächeln.

• Das Lutefisk-Museum: Angrenzend an der Touristen Information und dem Aquarium finden Sie das einzige Lutefisk Museum der Welt. Informationen, Fotos und eine humorvolle Ausstellung über ein ganz besonderes traditionelles norwegisches Gericht aus dem Meer und über den Aquavit, das Getränk daß dazu gehört (norwegischer Kartoffelschnaps).

• Das Kroketønna-Museum: Drøbak Bootverein stellt eine Sammlung von Schiffsmotoren und anderen maritimen Kuriositäten aus.

• Drøbak Kirche: Sollten Sie eine ruhige, besinnliche Stunde benötigen, besuchen Sie bitte unsere ehrwürdige Holzkirche, die im Jahr 1776 gebaut wurde. Sie ist im Sommer einige Tage der Woche für das Publikum geöffnet und liegt gleich in der Nähe des Badeparkes.

• Hafenblues, Konzerte und Kabarett: Jeden Sommer im Juli findet das Hafenblues Festival statt. An mehreren Stellen werden auch Konzerte mit bekannten Künstlern und lokalen Bands organisiert. Sogar Kabarett wird in Drøbak gespielt! Diese Ereignise und ihre Bewertung können Sie im Veranstaltungskalender unserer Webseite finden.

• Das Drøbak Kino ist wieder im Aufschwung nachdem eine neue digitale Filmprojektion eingebaut wurde. Es lebe die 7. Kunst!

• Einkaufen & Service: Kleider, Kinderprodukte, Apotheke, Lebensmittel- und Gemüsegeschäfte, Bäckerei, Blumen, Garten-Center, Weingeschäft (Vinmonopol), Schuhgeschäfte und Schuhmacher, Brillen, Medikamente, Fotogeschäft, Rahmengeschäft, Kiosk, Autowerkstatt, das alles finden Sie in Drøbak. Gleichfalls Bibliothek und Postamt.

• Der Hauptplatz der Stadt ist voller Leben und dort werden Sie diverse Buden und Stände finden, vor allem mit Antiquitäten und Sammlerstücken. Vielleicht gelingt Ihnen ein Coup.

• Drøbak City: Ein größeres Einkaufszentrum mit Supermärkten und eine Vielzahl von Fachgeschäften ist nur 1,5 km vom Stadtzentrum entfernt.

• Golf: In der Nähe von Drøbak City können Sie auch Golf spielen. Der Drøbak Golfklub ladet Sie zu «Golffreude auf einem angenehmen Golfplatz» ein.

Fische und Garnelen direkt vom Fischerboot

Der Kleinboothafen von Drøbak mit seinen Freizeit-und Fischerbooten ist ein Paradies für alle, die ein Leben ohne Stress genießen möchten. Hier können Sie immernoch ganz frische Garnelen und Fische direkt vom Boot kaufen – Drøbak ist das einzige Städtchen im Inneren des Fjordes mit einem solchen Angebot. Im Hafen ist immer etwas los, aber das merken Sie besonders im Sommer. Bedenken Sie daß Garnelen immer am besten schmecken, wenn am Rande des Ufers gegessen werden! Suchen Sie sich eine Sitzbank an der Hafenpromenade aus.

Von den Piers und dem Strand aus, können Sie auch Ihr Glück beim fischen versuchen. Die Meeresenge bei Drøbak ist einer der besten Angelplätze des Fjordes. Das Angeln im Meer ist in Norwegen frei, aber Ihre Angelrute müßen Sie schon selbst mitbringen.

Die Tourist-Information

Auf dem «Sjøtorget», der Fischerplatz im südlichen Teil des Hafens, befindet sich die Tourist-Information. Hier erhalten Sie Stadtpläne und anderes Informationsmaterial sowie Antworten auf Ihre Fragen.

Woher Sie auch kommen, aus Norwegen, aus Europa oder anderswo, sind wir fest darüber überzeugt, daß Sie bei uns viel Spaß haben werden. Es ist auch sehr einfach hierher zu kommen, Drøbak liegt nur 40 Minuten mit dem Buss von Oslo entfernt.

Genießen Sie das Leben, willkommen in Drøbak!

Deutsche Übersetzung: Gabriel Ehrhardt, www.gabriels.no

 

Der Weihnachtsmann in Drøbak erhält jedes Jahr mehr als 20.000 Briefe aus der ganzen Welt.